Belarus verurteilt Journalist Kyril Pazniak zu dreieinhalb Jahren Haft
Wenn Journalisten für politische Berichterstattung ins Gefängnis kommen, stirbt die Öffentlichkeit als demokratisches Korrektiv. Dieser Fall zeigt, wie systematisch das Lukaschenko-Regime unabhängige Stimmen zum Schweigen bringt – und wie weitreichend die Folgen für ganze Familien sind. Eine freie Presse ist keine Selbstverständlichkeit, sondern etwas, das aktiv verteidigt werden muss – auch von außerhalb der Grenzen.
Belarus ist kein weit entferntes Problem: Die Mechanismen der Einschüchterung – Extremismuslabels, Sippenhaft, konstruierte Anklagen – ähneln Mustern, die aus der DDR-Geschichte bekannt sind. Europa muss Belarus-Journalisten im Exil gezielt unterstützen und darf nicht zulassen, dass diese Stimmen auch außerhalb der Landesgrenzen verstummen. Der Fall Pazniak macht deutlich, dass Pressefreiheit verteidigt werden muss, bevor sie vollständig verschwunden ist.