Böden als Klimaretter: Natürlicher Kohlenstoffspeicher unter unseren Füßen
Gesunde Böden sind eine Gemeinschaftsressource, die Ernährungssicherheit, Wasserhaushalt und Klimaschutz gleichzeitig sichert. Wer Böden als Klimainstrument ernst nimmt, schützt eine öffentliche Infrastruktur, die allen Menschen nützt und nicht privatisiert werden darf. Die gesellschaftliche Debatte um Bodenrechte und Landnutzung wird durch solche wissenschaftlichen Erkenntnisse dringlicher.
Mecklenburg-Vorpommern hat mit seinen ausgedehnten Ackerflächen und Mooren ein überdurchschnittliches Potenzial für bodenbasierte Klimaschutzmaßnahmen. Moorreaktivierung und Humusförderung könnten dort sowohl CO2-Einsparungen bringen als auch Fördermittel für Landwirt:innen erschließen. Bürgerenergiegenossenschaften und Kommunen könnten solche Projekte regional verankern und von zukünftigen CO2-Zertifikatemärkten profitieren. Entscheidend ist, dass die Kosten nicht auf kleinere Betriebe abgewälzt, sondern durch Förderstrukturen fair verteilt werden.