Bosnien-Verwalter Schmidt erklärt seinen Rücktritt
Der Friedensprozess auf dem Westbalkan ist unmittelbar mit europäischer Stabilität und dem Schutz demokratischer Strukturen verknüpft. Ein Scheitern des Daytoner Abkommens würde nicht nur Bosnien betreffen, sondern das gesamte System multilateraler Friedenssicherung in Europa schwächen. Die Offenheit Schmidts über externe Einflussnahme und geopolitische Interessen leistet einen wichtigen Beitrag zur demokratischen Debatte über internationale Verantwortung.
Das Interview zeigt exemplarisch, wie geopolitische Interessen – von Energieinfrastruktur bis zu nationalistischer Machtpolitik – Friedensprozesse destabilisieren können. Für die europäische Außenpolitik stellt sich die Frage, wie internationale Verwaltungsmandate künftig gegen solche Einflüsse abgesichert werden können. Die Nachfolge Schmidts wird zeigen, ob die Europäische Union bereit ist, ihre Verantwortung für den Westbalkan ernsthaft wahrzunehmen.