CO2-Konzentration im Juni 2026: Kein Plateau in Sicht
Die atmosphärische CO2-Konzentration steigt laut Copernicus Climate Change Service weiter an und verharrt auf einem Niveau von über 420 ppm – trotz des weltweit beschleunigten Ausbaus erneuerbarer Energien reichen die bisherigen Reduktionsmaßnahmen noch nicht aus, um den fossilen Ausstoß zu kompensieren. Für Mecklenburg-Vorpommern unterstreicht das die Dringlichkeit, den Ausbau von Wind- und Solarkapazitäten konsequent fortzusetzen und gleichzeitig die regionale Wertschöpfung durch Bürgerenergiegenossenschaften zu stärken. Konkrete kommunale Energieprojekte, die Erzeugung, Speicherung und lokalen Verbrauch koppeln, können dazu beitragen, MV als Vorreiter einer echten Emissionswende zu positionieren.
Die Bundesregierung hat ihre Klimaschutzziele für 2030 bislang nicht vollständig mit konkreten Maßnahmen unterlegt – gleichzeitig fließen laut Umweltbundesamt weiterhin fossile Subventionen in zweistelliger Milliardenhöhe pro Jahr. Solange CO2-Konzentrationswerte monatlich neue Hochstände markieren, ist jede Klimapolitik, die auf freiwillige Selbstverpflichtungen setzt, strukturell unzureichend. Wer von fossiler Infrastruktur profitiert – Konzerne wie RWE und BASF mit direktem Lobbyeinfluss auf Berliner Energiepolitik – hat ein ökonomisches Interesse daran, dass dieser Anstieg weiter als unvermeidbar gilt.