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Saturday, 27. June 2026
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Erneuerbare Energien & Klima

Durchbruch bei organischen Solarzellen: Wirkungsgrad steigt über 20 Prozent

Organische Solarzellen erreichen in der Forschung erstmals Wirkungsgrade von über 20 Prozent und nähern sich damit der Praxistauglichkeit für breite Anwendungen. Ihre Vorteile gegenüber klassischen Siliziummodulen – Flexibilität, geringeres Gewicht und niedrigere Produktionskosten – machen sie besonders interessant für Gebäudeintegration und mobile Anwendungen. Für Mecklenburg-Vorpommern mit seiner ausgeprägten Küsten- und Flächenstruktur könnten leichtgewichtige, kostengünstige Module neue Potenziale erschließen, etwa für Landwirtschaftsgebäude, Ferienhausanlagen oder Bürgerenergiegenossenschaften mit begrenztem Investitionskapital. Bis zur Marktreife und Skalierung in der Fläche sind jedoch noch weitere Entwicklungsschritte notwendig.

Günstigere und vielseitigere Solarzellen senken langfristig die Hürden für eine breite Beteiligung an der Energiewende – besonders für Haushalte mit geringem Einkommen und für Kommunen mit knappen Budgets. Wenn die Herstellungskosten durch organische Materialien weiter sinken, wird dezentrale Solarenergie noch zugänglicher und damit sozial gerechter. Das stärkt das Prinzip, dass die Energiewende keine Frage des Geldbeutels sein darf.

Für Mecklenburg-Vorpommern mit seinen vielen landwirtschaftlichen Flächen, Küstenregionen und Bestandsgebäuden eröffnet die leichtere und flexible organische Solartechnologie neue Integrationsmöglichkeiten, etwa an Fassaden, Dächern älterer Gebäude oder im Agri-PV-Bereich. Bürgerenergiegenossenschaften könnten von günstigeren Modulpreisen profitieren und mehr Mitglieder einbinden. Bis zur Marktreife braucht es aber noch einige Jahre Entwicklungsarbeit – die aktuelle Forschung schafft jedoch eine solide Grundlage dafür.