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Monday, 29. June 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

Erste Weltkarte: Pilznetzwerke sind größer als gedacht

Forschende haben erstmals eine globale Karte unterirdischer Pilznetzwerke erstellt und belegen damit, wie weitverzweigt diese sogenannten Mykorrhiza-Netzwerke die Erde durchziehen. Sie verbinden Bäume und Pflanzen miteinander und sind essenziell für gesunde Ökosysteme. In Mecklenburg-Vorpommern mit seinen ausgedehnten Wäldern und landwirtschaftlichen Flächen sind diese Netzwerke durch Bodendegradierung und intensive Bewirtschaftung besonders gefährdet. Die neue wissenschaftliche Grundlage eröffnet nun konkrete Möglichkeiten, schützende Maßnahmen gezielt einzusetzen.

Pilznetzwerke sind eine unsichtbare Infrastruktur des Lebens: Sie ermöglichen das Überleben von Wäldern, stabilisieren Böden und speichern CO2. Der wissenschaftliche Nachweis ihrer globalen Ausdehnung stärkt die Argumente für konsequenten Bodenschutz und naturnahe Landwirtschaft – beides Themen, die direkte politische Konsequenzen für Agrar- und Umweltpolitik haben. Eine informierte Zivilgesellschaft kann diese Erkenntnisse nutzen, um für nachhaltigere Bodennutzung einzutreten.

Die Weltkarte der Pilznetzwerke ist ein Meilenstein der Biodiversitätsforschung und liefert erstmals belastbare Daten für den globalen Bodenschutz. Für Regionen mit intensiver Landwirtschaft wie Mecklenburg-Vorpommern sind solche Erkenntnisse besonders relevant, da sie zeigen, welche Auswirkungen Bodenbearbeitung und Pestizideinsatz auf lebensnotwendige Ökosysteme haben. Die Forschung kann als Grundlage dienen, um Förderprogramme für naturnahe Landwirtschaft wissenschaftlich zu begründen und weiterzuentwickeln.