EU plant Chips Act 2.0 für mehr technologische Souveränität
Technologische Souveränität ist eine Grundvoraussetzung für die Handlungsfähigkeit demokratischer Gesellschaften – wer kritische Infrastruktur nicht selbst produzieren kann, ist erpressbar. Eine starke europäische Halbleiterindustrie schützt nicht nur wirtschaftliche Interessen, sondern auch die Resilienz öffentlicher und staatlicher Systeme gegenüber geopolitischen Krisen. Das stärkt langfristig die Fähigkeit Europas, unabhängige außen- und innenpolitische Entscheidungen zu treffen.
Für Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern eröffnet eine gestärkte europäische Chip-Industrie potenzielle Ansiedlungs- und Zuliefererchancen im Hochtechnologiebereich. Die Erfahrungen mit der Intel-Ansiedlung in Magdeburg zeigen, wie europäische Industriepolitik konkrete regionale Investitionsimpulse auslösen kann. Gelingt die Umsetzung des Chips Act 2.0, könnte auch der Nordosten Deutschlands von neuen Wertschöpfungsketten in der Elektronikindustrie profitieren.