EU-Transatlantikstrategie: Warum Europa die falsche Seite hofiert
Eine europäische Außenpolitik, die nur mit der gerade Mächtigen spricht, riskiert ihre Glaubwürdigkeit als Wertegemeinschaft. Demokratische Resilienz bedeutet auch, zivilgesellschaftliche und oppositionelle Stimmen in Partnerländern nicht auszublenden. Eine breitere transatlantische Dialogstrategie stärkt langfristig den demokratischen Zusammenhalt auf beiden Seiten des Atlantiks.
Für die europäische Außenpolitik stellt sich die Frage, wie sie mit politisch gespaltenen Demokratien umgeht, ohne sich einseitig zu positionieren. Eine strukturelle Einbeziehung der US-amerikanischen Opposition in den EU-Dialog wäre ein Modell, das auch für andere Partnerschaften zukunftsweisend sein könnte. Europa kann hier eine Vorreiterrolle übernehmen, indem es Diplomatie stärker auf demokratische Substanz als auf kurzfristige Machtkonstellationen ausrichtet.