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Thursday, 2. July 2026
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Erneuerbare Energien & Klima

Frankreichs Wälder speichern weniger CO2 – politische Fehler als Ursache

Französische Wälder verlieren laut einem Bericht der NGO Canopée durch politische Fehlentscheidungen zunehmend ihre Funktion als CO2-Senke. Für Mecklenburg-Vorpommern ist das ein wichtiges Warnsignal: Auch hier sind intakte Wälder und eine kluge Waldpolitik unverzichtbar, um die Klimaneutralitätsziele zu erreichen. Kommunen und Forstbehörden im Land sollten Waldmanagement als strategisches Klimainstrument begreifen und entsprechend finanzieren. Bürgerenergiegenossenschaften könnten dabei durch Waldprojekte mit nachhaltigem Holzeinschlag und Kohlenstoffzertifikaten wirtschaftliche Chancen erschließen.

Intakte Wälder sind eine der kostengünstigsten und wirkungsvollsten Klimaschutzmaßnahmen, die gleichzeitig Biodiversität, Wasserhaushalt und Erholungsräume sichern. Wenn politische Entscheidungen diese natürlichen Kohlenstoffsenken abschwächen, untergraben sie nicht nur nationale Klimaziele, sondern belasten das gesamte europäische Emissionsbudget. Der Befund unterstreicht, dass Klimaschutz aktive Schutzpolitik erfordert – nicht nur technologische Lösungen.

Mecklenburg-Vorpommern verfügt über erhebliche Waldflächen, deren Zustand und Bewirtschaftung direkte Klimarelevanz haben. Die Erkenntnisse aus Frankreich zeigen, dass auch hierzulande Forstwirtschaftspolitik als Klimapolitik begriffen werden muss. Kommunen und Bürgerenergiegenossenschaften in MV könnten Waldschutz und naturnahe Forstwirtschaft als ergänzenden Baustein in lokale Klimastrategien integrieren.