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Sunday, 28. June 2026
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Regional MV

Greifswald legt Grundstein für neuen Schulkomplex am Ellernholzteich

Greifswald investiert rund 80 Millionen Euro in einen neuen Schulkomplex am Ellernholzteich, der bis zu 700 Kinder der Klassenstufen eins bis zehn aufnehmen soll. Das Vorhaben ist eines der größten kommunalen Bauprojekte der Stadt und soll die Bildungsinfrastruktur langfristig sichern. Allerdings gibt es bereits jetzt Verzögerungen beim ursprünglichen Zeitplan, was bei einem Projekt dieser Größenordnung kritisch im Blick behalten werden muss. Für den ländlichen Raum in MV bleibt die Frage offen, ob solche Investitionen auch außerhalb wachsender Städte wie Greifswald ankommen oder ob Schulen in der Fläche weiter auf Sanierungen und ausreichend Personal warten.

Eine funktionierende, moderne Schulinfrastruktur ist Grundvoraussetzung für Bildungsgerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe – gerade in einer Stadt, die wächst. Dass Greifswald hier investiert, ist ein klares Signal: öffentliche Daseinsvorsorge hat Priorität, auch wenn 80 Millionen Euro kein kleines Risiko sind. Entscheidend wird sein, ob der Betrieb nach der Eröffnung nachhaltig gesichert ist und nicht nur der Bau selbst.

Für Mecklenburg-Vorpommern ist dieses Projekt ein seltenes Beispiel kommunaler Bildungsinvestition in dieser Größenordnung. Die Frage, die sich stellt: Wie wird das laufen, wenn Baurückstände und Kostensteigerungen – wie so oft – den Zeitplan weiter verschieben? Und wer schaut darauf, dass Schülerinnen und Schüler in der Übergangszeit nicht die Leidtragenden sind? Das Projekt hat Potenzial, muss aber engmaschig begleitet werden, damit es kein Prestigeprojekt auf dem Papier bleibt.