Großbrand im Munitionsgebiet bei Neustrelitz: 120 Hektar betroffen
Brände auf munitionsbelastetem Gelände gefährden nicht nur Einsatzkräfte, sondern auch die Bevölkerung in umliegenden Ortschaften und die ökologisch sensible Nationalparkregion. Das Ereignis zeigt, dass Altlasten aus dem Militärbetrieb in Kombination mit dem Klimawandel zu einer dauerhaften Risikostruktur im ländlichen MV geworden sind. Eine belastbare Strategie zum Umgang mit solchen Flächen ist im Interesse aller Menschen in der Region überfällig.
Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte verfügt über zahlreiche ehemals militärisch genutzte Flächen, die bis heute munitionsbelastet sind und im Brandfall besonders schwer zu bekämpfen sind. Mit zunehmender Sommertrockenheit steigt das Risiko solcher Ereignisse jedes Jahr. Kommunen und Landkreise brauchen konkrete Pläne und ausreichend Ressourcen, um auf Brände in gesperrten Zonen reagieren zu können – Freiwillige Feuerwehren allein reichen dafür nicht aus.