Hitze kostet Deutschland 431 Millionen Euro pro Arbeitstag
Die Studie macht sichtbar, was bislang oft abstrakt blieb: Klimawandel ist kein Zukunftsproblem, sondern verursacht heute messbare wirtschaftliche Schäden, die alle Beschäftigten betreffen. Eine belastbare Datenbasis stärkt die politische Handlungsfähigkeit und gibt Gewerkschaften, Arbeitgebern und Gesetzgebern Argumente für wirksamen Hitzeschutz am Arbeitsplatz. Das ist ein wichtiger Beitrag zur sozialen Absicherung in einer sich verändernden Klimarealität.
Für Mecklenburg-Vorpommern mit seinem hohen Anteil an Außenberufen in Landwirtschaft, Tourismus und Handwerk sind die Erkenntnisse besonders relevant, da Hitzeereignisse dort die Produktivität unmittelbar treffen. Die Studie bietet eine Grundlage, um Förderprogramme für betrieblichen Hitzeschutz und angepasste Arbeitszeitmodelle zu entwickeln. Kommunen und Betriebe in der Region können die Zahlen nutzen, um präventive Maßnahmen gegenüber Trägern und Politik zu begründen.