Wissenschaft & Gesundheit
Lernen durch Videospiele an der Uni – Wundermittel oder Mythos?
Eine wissenschaftliche Studie zeigt, dass computerbasierte Lernspiele im Hochschulbereich kein universelles Erfolgsrezept darstellen, da die Begeisterung unter Studierenden stark variiert. Entscheidend ist nicht die spielerische Erfahrung im Freizeitbereich, sondern die wahrgenommene Effektivität des Lernformats. Für Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern ergibt sich daraus die Empfehlung, digitale Lernspiele gezielt und qualitätsgesichert einzusetzen, anstatt sie pauschal als innovative Lehrmethode zu etablieren. Eine sorgfältige Erprobung mit Rückmeldungen der Studierenden kann helfen, den tatsächlichen Mehrwert solcher Angebote zu ermitteln.
Die Studie bremst übertriebene Erwartungen an Game-based Learning, liefert aber auch konstruktive Ansätze: Mit klaren Designprinzipien können Lernspiele durchaus sinnvoll in der Hochschullehre eingesetzt werden. Für Bildungseinrichtungen bedeutet das, dass der Einsatz von Spielen gut durchdacht und auf den Lernzweck zugeschnitten sein muss – ein bloßes 'Gamification' reicht nicht aus.