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Tuesday, 30. June 2026
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Regional MV

Loitzer Förderschule: Landkreis sucht 7,7 Millionen Ersatz

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald muss für die Sanierung der Förderschule in Loitz plötzlich 7,7 Millionen Euro aus eigener Kraft aufbringen, weil zugesagte Fördermittel gestrichen wurden. Betroffen sind Kinder mit besonderem Förderbedarf, die auf ein funktionierendes Schulgebäude angewiesen sind und sich keine Warteschleifen leisten können. Wie der Kreis die Finanzierungslücke schließen will, ist bislang offen – und genau das ist das Problem. Kommunen im ländlichen MV brauchen verlässliche Förderzusagen, keine nachträglichen Streichungen, die auf dem Rücken der Schwächsten ausgetragen werden.

Förderschulen versorgen Kinder, die im Regelschulsystem besondere Unterstützung brauchen – oft aus sozial schwächeren Verhältnissen. Wenn ihre Schulgebäude verrotten, weil Fördermittel wegfallen, trifft das die Schwächsten zuerst. Eine funktionierende Infrastruktur für diese Schülerinnen und Schüler ist eine direkte Investition in Chancengleichheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Der Fall Loitz zeigt ein strukturelles Problem: Kommunen in strukturschwachen Regionen planen auf Basis von Förderzusagen, die dann wegfallen – und stehen mit Projekten da, die sie allein nicht stemmen können. Für Mecklenburg-Vorpommern mit seiner angespannten Haushaltslage ist das kein Einzelfall. Die Frage ist, ob der Landkreis Eigenanteile erhöhen, Kredite aufnehmen oder das Projekt zeitlich strecken muss – und welche Konsequenzen jede dieser Optionen für die Schülerinnen und Schüler in Loitz hat.