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Thursday, 2. July 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

Neue Schätzung: Dreimal so viele Insektenarten wie bisher angenommen

Eine neue wissenschaftliche Schätzung legt nahe, dass die globale Zahl der Insektenarten bis zu dreimal höher sein könnte als bisher angenommen, was die erheblichen Lücken im bisherigen Artenwissen verdeutlicht. Für Mecklenburg-Vorpommern mit seinen vielfältigen Naturräumen – von Küstenlandschaften bis zu Binnengewässern – unterstreicht dies die besondere Verantwortung beim Schutz von Insektenlebensräumen. Die Erkenntnisse stärken die wissenschaftliche Grundlage für bestehende Naturschutzprogramme und mahnen, Lebensräume konsequent zu erhalten, bevor Arten noch vor ihrer Entdeckung verloren gehen.

Insekten sind die Grundlage nahezu aller terrestrischen Ökosysteme – als Bestäuber, Zersetzer und Nahrungsquelle für andere Tiere. Eine höhere Artenvielfalt als bislang bekannt bedeutet auch ein größeres ökologisches Potenzial, das durch Flächenversiegelung, Pestizide und Klimawandel bedroht wird. Für eine offene Gesellschaft ist dieses Wissen relevant, weil es die Grundlage für informierte Naturschutzpolitik und landwirtschaftliche Reformen bildet.

Die Studie gibt der Biodiversitätsforschung wichtige neue Impulse: Wenn die Dunkelziffer bei Insektenarten so hoch ist, braucht es mehr Ressourcen für taxonomische Grundlagenforschung und internationale Kooperation bei der Artenerfassung. Für Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern bedeutet das konkret, dass lokale Insektenschutzprogramme und Monitoring-Projekte an Bedeutung gewinnen – denn was nicht erfasst ist, kann auch nicht geschützt werden.