Peru: Parlament will Investigativjournalist kriminalisieren
Pressefreiheit ist keine Selbstverständlichkeit – sie muss aktiv verteidigt werden, besonders wenn diejenigen, die enthüllt wurden, noch an der Macht sind. Wenn Journalisten wegen ihrer Recherchen vor Gericht gebracht werden können, verstummen nicht nur sie selbst, sondern auch alle, die von ihrer Arbeit profitieren: die Gesellschaft insgesamt. Dieser Fall zeigt, wie fragil offene Gesellschaften sind, wenn Institutionen von denen gekapert werden, die Transparenz fürchten.
Der Angriff auf Gorriti ist kein peruanisches Einzelphänomen – er steht in einer globalen Reihe von Versuchen, Investigativjournalismus durch Strafverfolgung mundtot zu machen. Für Demokratieförderinnen und Journalisten in Deutschland und MV ist das ein klares Signal: internationale Solidaritätsnetzwerke funktionieren, wenn mehr als 230 Organisationen gemeinsam Stellung beziehen. Solche Bündnisse sind übertragbare Modelle für den Schutz regionaler Medien und zivilgesellschaftlicher Stimmen.