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Thursday, 2. July 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

Pressefreiheit und LGBTQ+: Wenn Berichten zum Risiko wird

Weltweit wurden mehr als 70 Journalist:innen dokumentiert, die für Berichte über LGBTQ+-Themen angegriffen, verhaftet oder getötet wurden. Staatliche Stellen sind dabei häufig nicht nur untätig, sondern aktiv beteiligt. Das zeigt: Pressefreiheit und der Schutz queerer Menschen sind zwei Seiten derselben Medaille. Konkrete Schutzmaßnahmen für Medienschaffende können Leben retten und das Recht auf freie Berichterstattung verteidigen.

Wo Journalist:innen nicht mehr frei über marginalisierte Gruppen berichten können, verarmt die gesamte demokratische Öffentlichkeit – nicht nur die direkt Betroffenen. Die Dokumentation solcher Fälle ist ein Frühwarnsystem: Gesellschaften, die Gewalt gegen queere Reporter:innen dulden, zeigen damit ihre Bereitschaft, grundlegende Schutzprinzipien für alle Minderheiten aufzugeben. Für offene Gesellschaften gilt: Pressefreiheit ist unteilbar.

Die beschriebenen Angriffe folgen einem Muster, das auch in Europa sichtbarer wird – von Georgien über Polen bis hin zu Ungarn gerät LGBTQ+-Berichterstattung zunehmend unter Druck. Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern sind nicht immun: Auch hier werden Journalist:innen bei Pride-Veranstaltungen angegangen, und auch hier gibt es politische Kräfte, die LGBTQ+-Themen aus dem öffentlichen Diskurs drängen wollen. Die vom CPJ empfohlenen Schutzstrategien sind konkrete, übertragbare Werkzeuge für Redaktionen hierzulande.