Rekordwirkungsgrad: Fraunhofer-Modul erzeugt Wasserstoff mit 31 Prozent
Grüner Wasserstoff gilt als Schlüsseltechnologie für die Dekarbonisierung von Industrie und Wärmeversorgung – bisher scheitert der breite Einsatz oft an hohen Produktionskosten. Ein deutlich verbesserter Wirkungsgrad wie dieser senkt den Energieeinsatz je produzierter Einheit Wasserstoff direkt und macht die Technologie für mehr Akteure erschwinglich. Für eine offene Gesellschaft ist wichtig, dass solche Fortschritte nicht ausschließlich Großkonzernen zugutekommen, sondern auch Genossenschaften und Kommunen Zugang zu den daraus entstehenden Lösungen erhalten.
Mecklenburg-Vorpommern verfügt über exzellente Solarpotenziale, besonders im Süden des Landes, und hat gleichzeitig einen wachsenden Bedarf an grünem Wasserstoff für Industrie und Schifffahrt. Ein direkter Solar-Wasserstoff-Pfad ohne teure Leistungselektronik könnte kleine und mittlere Erzeuger – etwa Bürgerenergiegenossenschaften – in die Lage versetzen, Wasserstoff lokal zu produzieren. Bis zur Marktreife sind noch einige Schritte nötig, aber die Richtung ist klar: Je effizienter die Technologie, desto schneller rechnet sie sich auch im ländlichen Raum.