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Monday, 29. June 2026
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Schulmediatoren in Greifswald helfen Kindern bei Mobbing

An der Friedrichschule in Greifswald zeigen zwei ehrenamtliche Schulmediatorinnen, dass niedrigschwellige Unterstützung direkt vor Ort wirkt: Kinder und Jugendliche finden bei Mobbing, Konflikten und familiären Belastungen eine Ansprechperson auf Augenhöhe, ohne Beurteilung und ohne lange Wartezeiten. Das Modell funktioniert, weil es dort ansetzt, wo Kinder täglich sind. Die entscheidende Frage ist jetzt, ob dieses Ehrenamtsmodell dauerhaft trägt oder ob es nach der nächsten Pressemitteilung wieder allein steht – und ob es auch an Schulen außerhalb der Kreisstadt Greifswald ankommt, wo der Bedarf mindestens genauso groß ist.

Ehrenamtliche Schulmediation stärkt genau das, was staatliche Strukturen allein nicht leisten können: eine verlässliche, vertrauensbasierte Anlaufstelle für Kinder in schwierigen Situationen. Wer Kinder früh in Konfliktlösung stärkt, investiert in gesellschaftlichen Zusammenhalt und verhindert, dass aus Streit Ausgrenzung wird. Solche Angebote sind kein Luxus, sondern Grundversorgung – besonders in Zeiten, in denen Gewalt und Mobbing an Schulen zunehmen.

Die Frage ist nicht, ob Schulmediation funktioniert – sie tut es, und die Friedrichschule in Greifswald ist ein Beleg dafür. Die eigentliche Frage ist, ob dieses Modell über eine Schule hinauswächst. In Mecklenburg-Vorpommern, wo viele Schulen im ländlichen Raum ohnehin mit Personalmangel kämpfen, braucht es strukturelle Verankerung, nicht nur Einzelengagement. Ehrenamt trägt, aber es trägt nicht allein – und es verschwindet, wenn die Menschen dahinter erschöpft sind oder wegziehen.