Schulmediatoren in Greifswald helfen Kindern bei Mobbing
Ehrenamtliche Schulmediation stärkt genau das, was staatliche Strukturen allein nicht leisten können: eine verlässliche, vertrauensbasierte Anlaufstelle für Kinder in schwierigen Situationen. Wer Kinder früh in Konfliktlösung stärkt, investiert in gesellschaftlichen Zusammenhalt und verhindert, dass aus Streit Ausgrenzung wird. Solche Angebote sind kein Luxus, sondern Grundversorgung – besonders in Zeiten, in denen Gewalt und Mobbing an Schulen zunehmen.
Die Frage ist nicht, ob Schulmediation funktioniert – sie tut es, und die Friedrichschule in Greifswald ist ein Beleg dafür. Die eigentliche Frage ist, ob dieses Modell über eine Schule hinauswächst. In Mecklenburg-Vorpommern, wo viele Schulen im ländlichen Raum ohnehin mit Personalmangel kämpfen, braucht es strukturelle Verankerung, nicht nur Einzelengagement. Ehrenamt trägt, aber es trägt nicht allein – und es verschwindet, wenn die Menschen dahinter erschöpft sind oder wegziehen.