Solarenergie in Tunesien: Wem nützt die grüne Wende wirklich?
Der Artikel macht deutlich, dass eine Energiewende, die Kapital und Gewinne in reiche Länder transferiert, keine globale Gerechtigkeit schafft. Für eine offene Gesellschaft ist diese Kritik wichtig, weil sie zeigt, dass technologischer Fortschritt allein keine soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit garantiert. Die Frage, wer von der grünen Transformation profitiert, ist zentral für den gesellschaftlichen Zusammenhalt auf globaler Ebene.
Für Europa und Deutschland stellt sich die Frage, unter welchen Bedingungen Solarenergie aus dem globalen Süden importiert werden soll. Projekte wie das EU-Vorhaben für nordafrikanische Solarenergie müssen faire Wirtschaftsmodelle entwickeln, die lokale Wertschöpfung sichern. Kooperationen auf Augenhöhe, mit Technologietransfer und lokaler Kapitalbeteiligung, sind der Schlüssel zu einer Energiewende, die weltweit akzeptiert wird.