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Thursday, 2. July 2026
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International

Spanien: 1,3 Millionen Migranten beantragen Legalisierung

Spaniens Legalisierungsprogramm für Menschen ohne geregelten Aufenthaltsstatus verzeichnet eine deutlich höhere Beteiligung als erwartet: Rund 1,3 Millionen Menschen haben einen Antrag gestellt, statt der prognostizierten 500.000 bis 800.000. Das Programm gilt als einer der größten Legalisierungsschritte in der europäischen Migrationsgeschichte und zeigt, dass ein erheblicher Teil der in Europa lebenden Menschen bisher ohne rechtliche Absicherung geblieben ist. Für Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern liefert das spanische Modell wichtige Impulse für die Debatte über pragmatische Wege zur Integration langjährig ansässiger Migrantinnen und Migranten.

Legalisierungsprogramme wie das spanische ermöglichen Menschen, die bereits Teil der Gesellschaft sind, vollständig am wirtschaftlichen und sozialen Leben teilzunehmen, was Schwarzarbeit reduziert und Steuereinnahmen erhöht. Die enorme Nachfrage zeigt, wie viele Menschen in einer rechtlichen Grauzone leben und auf eine Perspektive warten. Für offene Gesellschaften ist der Zugang zu rechtlichem Status eine Grundvoraussetzung für echte Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Spaniens Erfahrung liefert konkrete Daten für die europäische Migrationsdebatte: Ein regulärer Aufenthaltsstatus schafft Planungssicherheit für Betroffene und Aufnahmegesellschaft zugleich. Das Programm zeigt, dass pragmatische Lösungen für irreguläre Migration politisch durchsetzbar sind, auch gegen juristischen Widerstand. Für Deutschland und andere EU-Staaten könnte dieses Modell als Referenzpunkt für eigene Regelungen zur Aufenthaltslegalisierung dienen.