Wissenschaft & Gesundheit
Wie giftig sind Nanopartikel für Wasserflöhe?
Eine Laborstudie zeigt, dass Nanopartikel aus Silber, Titandioxid, Ceroxid und Kohlenstoff den Wasserfloh Daphnia magna in unterschiedlichem Maß schädigen, wobei Silber-Nanopartikel die höchste Toxizität aufweisen und kleinere Partikel generell gefährlicher sind. Da Wasserflöhe als zentrale Glieder aquatischer Nahrungsnetze gelten, könnten diese Ergebnisse weitreichende Folgen für die Gesundheit ganzer Gewässerökosysteme haben. Die Befunde liefern eine wissenschaftliche Grundlage für die Risikobewertung von Nanomaterialien, die zunehmend in Industrie- und Konsumgüterprodukten eingesetzt werden. Für Mecklenburg-Vorpommern mit seinen zahlreichen Seen und Küstengewässern unterstreichen solche Forschungsergebnisse die Bedeutung eines sorgfältigen Umgangs mit nanotechnologischen Stoffen.
Nanopartikel stecken heute in Sonnencreme, Textilien, Elektronik und vielen anderen Alltagsprodukten – und gelangen über Abwasser oder Produktionsprozesse zunehmend in die Umwelt. Diese Studie liefert wichtige Grundlagendaten, die Regulierungsbehörden dabei helfen können, Grenzwerte und Sicherheitsstandards für den Einsatz von Nanomaterialien festzulegen, bevor der Schaden im Ökosystem irreversibel wird.